Sonnabend25. April 2026

16:00 Uhr

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Eröffnungskonzert

Schätze jüdischer Chormusik – Gesänge aus der Synagoge und jüdische Folkore

mit

dem Leipziger Synagogalchor
Anja Pöche (Sopran)
Falk Hoffmann (Tenor)

Ulrich Vogel (Orgel/Klavier)
musikalische Leitung:
Philipp Goldmann

Seit über 60 Jahren widmet sich der Leipziger Synagogalchor der Aufführung jüdischer synagogaler und weltlicher Musik, in gemischten Programmen, wie sie schon der Chorgründer Werner Sander in den 1960er Jahren konzipiert hat. Sein Anliegen, dem Publikum ein möglichst breites Spektrum musikalischer Werke zu bieten, die nach der Schoah zum großen Teil in Vergessenheit gerieten, ist heute immer noch aktuell.
Im ersten Teil des Konzerts sind liturgische Chorwerke, Vertonungen von Psalmen und Gebeten, von der Renaissance bis zu den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts zu hören, a cappella und mit Begleitung der Orgel. Sie stammen aus den Synagogen von Mantua, Arad, Leipzig, Berlin und Odessa, komponiert von Salomone Rossi, Adolf Grünzweig, Samuel Lampel, Barnet Licht, Louis Lewandowski und Abraham Dunajewski.
Der zweite Teil des Konzerts ist jiddischen Liedern gewidmet. Sie erklingen in besonderen Arrangements, die im Lauf der Jahrzehnte für den Chor, seine Solisten und seine Klaviervirtuosen geschaffen wurden. Filigran und klangvoll, mitreißend und melancholisch, berührend und fröhlich sind die Bearbeitungen. Die Lieder erzählen vom Mädchen, das einen Ehemann allem Schmuck und Putz vorzieht, vom Rabbi, der Musikanten aufspielen lässt, bis sein Kopf zu platzen droht, von der wehmütigen Erinnerung an die Kindheit, von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft und von der Mahnung des Alters an die Jugend, das kurze Leben zu genießen.