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St. Laurentiuskirche Markranstädt

Herzlich willkommen

auf den Seiten des Markranstädter Musiksommers!

 

Im ersten Herbstkonzert am 1. November war wieder einmal Matthias Eisenberg zu Gast an unserer Kreutzbach-Orgel und begeisterte mit Werken Bachs und Mendelssohns und natürlich mit Improvisationen.

Nun erwartet Sie als zeites Herbstkonzert das Gedenkkonzert zum Buß- und Bettag am 20. November um 16:00 Uhr. Unter dem Motto „Shalom – Kirche trifft Synagoge“ werden Semjon Kalinowsky (Lübeck) und Fredrik Albertsson (Landskrona/Schweden) in ihrem Programm Werke für Viola und Orgel zu Gehör bringen.

Wir würden uns freuen, Sie dazu wieder in unserer St. Laurentiuskirche begrüßen zu können.

Ihr
Pfarrer Michael Zemmrich und
Kantor Frank Lehmann

 
 

Rückblick

 

Herbstkonzert des 19. Markranstädter Musiksommers am 16. September 2019 in St. Laurentius Markranstädt, Foto: Th. Ufert

Auf der Zielgeraden des 19. Markranstädter Musiksommers stand nun die vorletzte Veranstaltung, das Herbstkonzert am 16. September auf dem Programm.
Zu Gast in der St. Laurentiuskirche war Gerlinde Otto, Professorin an der Weimarer Musikhochschule.
Sie hatte ursprünglich die «Goldberg-Variationen» von Johann Sebastian Bach für ihr Klavierkonzert vorgesehen. Zwar machte sich letztlich eine Programmänderung erforderlich, jedoch stand das nun zur Aufführung kommende Repertoire in nichts nach. Gerlinde Otto hatte sich die Notenblätter des zweiten Teils von Bachs «Das Wohltemperirte Clavier» bereitgelegt, ein Programm, das sie bereits für eine international viel beachtete CD eingespielt hatte.
Ob in kraftvollen Klanggebirgen oder poetisch fließenden Noten, ausdrucksstark und in beeindruckender Präzision brachte Gerlinde Otto die Präludien und Fugen 1 bis 12 auf die Tasten. Dafür gab es nach dem letzten Ton viel Applaus von den begeisterten Konzertbesuchern.

 

 
 
Sommerkonzert des 19. Markranstädter Musiksommers am 24. August 2019 in St. Laurentius Markranstädt, Foto: Th. Ufert

Mit dem Sommerkonzert am 24. August war Halbzeit beim 19. Markranstädter Musiksommer und auf dem Programm standen in der St. Laurentiuskirche keine Unbekannten. Sonja Riedel (Klarinette), Antje Dietzmann (Viola) und Kantor Frank Lehmann an der Kreutzbach-Orgel hatten für dieses Konzert für Klarinette, Viola und Orgel einiges Neues mitgebracht. Zum einen waren es die kurzweiligen Zwischenmoderationen von Rainer Mlynarczyk und zum anderen hatte das Trio neue Stücke auf den Notenständern.
Zu Beginn erklang aber ein vielen Konzertbesuchern schon bekanntes Stück, das «Pièce en sol mineur» des französischen Komponisten Joseph Edoard Barat, der dieses romantische Stück, in Originalbesetzung für Klarinette und Klavier, im Jahr 1900 erstveröffentlichte.
Einen Schwerpunkt dieses Konzertes bildeten Werke Astor Piazzollas, der dem traditionellen argentinischen Tango ab Mitte der 1950er Jahre neue Impulse gab und dafür mit viel "Gegenwind" bedacht worden war. Nach dem «Siciliano» von Johann Sebastian Bach tauschte das Trio die Orgelempore gegen den Altarraum und Frank Lehmann die Orgel gegen das Klavier. Es folgte der «Dream No. 3» des 1966 in Deutschland geborenen und in Großbritannien aufgewachsenen Max Richter. Dieser „Traum“ entstammt dem ursprünglich für Klavier, Streicher, Elektronik und Gesang ohne Worte komponierten Werk SLEEP, das Richter als achtstündiges Schlaflied versteht. Moderator Rainer Mlynarczyk gab denn auch gleich Entwarnung, dass nicht das komplette Werk aufgeführt würde.
Nicht fehlen durfte mit «Playing Love» auch ein Stück Filmmusik von Ennio Morricone. Nach dem Piazzolla-Tango «Oblivion» (Das Vergessen) rundete schließlich der immer wieder gern gehörte «Coultergeist» des Nordiren Phil Coulter das Programm ab.
Viel Applaus gab es dann und mit Leonard Cohens «Hallelujah» als Zugabe wurden die Konzertbesucher in den sonnigen Spätnachmittag verabschiedet.

 

 
 
Frühlingskonzert des 19. Markranstädter Musiksommers am 22. Juni 2019 in St. Laurentius Markranstädt, Foto: Th. Ufert
MDR Kinderchor und das SIGNUM saxophon quartet

Das diesjährige Frühlingskonzert war ja eigentlich fast schon ein Sommerkonzert, denn kalendarisch begann der schon einen Tag zuvor.
Mit „Songs und Tangos“ überschrieben, startete dieses Konzert nach der Begrüßung durch Kantor Frank Lehmann doch erst einmal eher klassisch mit dem «Einzug der Königin von Saba» von Händel in einer Bearbeitung für Saxophonquartett. Die Mädchen und Jungen des MDR Kinderchors waren nun zwar allen Konzertbesuchern präsent, jedoch drangen die Saxophonklänge zunächst nahezu diffus im Raum an die Ohren. Denn die vier Musiker des SIGNUM saxophon quartet hatten für ihre ersten Einsätze die Ilse-Rothe-Empore gewählt.
Begrüßt wurden die Zuhörer dann auch von Chorleiter Alexander Schmitt, der mit kleinen Moderationen durch das weitere Programm führte. Nach der klassischen Einstimmung, u. a. noch mit Werken von Johann Hermann Schein und Palestrina, wurde es jetzt rhythmischer und das SIGNUM saxophon quartet bot mit «Four for Tango» eine erste Interpretation von „Tango-König“ Astor Piazzolla.
Man merkte sofort, dass diese vier Jungs perfekt harmonieren. Und dies taten sie auch im Zusammenspiel mit dem MDR Kinderchor, der eindrucksvoll seinen Anspruch und seine Qualität unter Beweis stellte.
Der letzte Programmpunkt war Leonard Bernstein gewidmet. Aus der «West Side Story» erklangen die drei Klassiker Tonight, I feel pretty und America.
Es war eine wahre Freude, dass diese Projektzusammenarbeit des MDR Kinderchors mit dem 2006 gegründeten und international hoch gelobten SIGNUM saxophon quartet für ein Konzert in der St. Laurentiuskirche Markranstädt Station machte. Mit viel Applaus ging dieses Frühlingskonzert des 19. Markranstädter Musiksommers zu Ende.

 

 
 
Eröffnungskonzert des 19. Markranstädter Musiksommers am 11. Mai 2019 in St. Laurentius Markranstädt, Foto: Th. Ufert

Wenig sommerliches Wetter mit Regen und kühlen Temperaturen ließ wohl manchen Konzertbesucher doch eher daheim bleiben und ebenfalls den Wetterkapriolen der vergangenen Tage geschuldet, musste wegen Erkrankung der Solistin Alba Scymanski leider Mozarts Oboenkonzert als Teil des Eröffnungskonzertes zum 19. Markranstädter Musiksommer entfallen.
Begrüßt wurden die Konzertbesucher dieses Mal von Kantor Frank Lehmann, der das Wort an Wolfgang Breitung weiter gab, dessen Komposition «Julia-Serenade» im Anschluss uraufgeführt werden sollte. Der in Jena beheimatete ehemalige Bratscher und Komponist ließ die Zuhörer einen kurzen Blick hinter die viersätzige Komposition nehmen, in der eine romantische Liebesgeschichte erzählt wird. Lieblich leichte Klänge von Klarinette und Fagott beschreiben eine schöne Parklandschaft, in die unter Streicherklängen die namengebende Julia tritt. Nach einem nächtlichen Reigen und der sich anschließenden Romanze mit einem plötzlich erscheinenden jungen Mann, ist der vierte Satz als Rondo angelegt und lässt die beiden wieder Abschied nehmen. Eine Geschichte ohne Happy End? Den Applaus des Publikums gab es auf jeden Fall trotzdem und Wolfgang Breitung dankte den Musikerinnen und Musikern des Orchesters des Sinfonischen Musikvereins Leipzig und ihrem Dirigenten Frank Lehmann.
Der bekam dann noch besondere Aufmerksamkeit, als nach dem «Adagio for Strings» von Samuel Barber Orchestermitglied Birgitta Braun ans Mikro trat und in ein paar Sätzen das 25-jährige Jubiläum als Dirigent dieses Orchesters thematisierte. Nach Dankesworten und guten Wünschen für viele weitere Jahre an der Spitze des Ensembles, nahm er aus den Händen der Vorsitzenden des Sinfonischen Musivereins Leipzig e. V., Birgit Nitzsche, das gemeinsame Geschenk – einen neuen Taktstock – entgegen.
Mit den Worten „Eigentlich ist man als Dirigent ja gewissermaßen ein Diktator, aber man wir auch noch gemocht. Vielleicht sollten sich manche Herren in der Welt ein Beispiel daran nehmen.“ machte er sich mit seinem Orchester wieder auf den Weg entlang der Notenlinien. So schloss das Eröffnungskonzert des 19. Musiksommers in St. Laurentius Markranstädt mit der unter der Spielfreude des Orchesters glänzenden 8. Sinfonie von Ludwig van Beethoven, die bei ihrer Premiere im Jahr 1814 das Wiener Publikum nicht so recht überzeugen konnte. Durch ihre Andersartigkeit im Vergleich zu den Sinfonien 1 bis 7 begeistert sie heute dennoch viele Klassikliebhaber umso mehr. Für rund 90 Minuten ließ einen diese Musiksommer-Eröffnung den draußen immer noch herrschenden Regen und die kühlen Temperaturen vergessen.

 

 
 
Station St. Laurentius Markranstädt bei der thematischen Wanderung am 4. Mai 2019, Foto: Th. Ufert

Der 4. Mai 2019 war wieder 7-Seen-Wandertag im Leipziger Neuseenland. Unter dem Motto „Faszination Orgel rund um den Kulkwitzer See“ war die Kirchgemeinde Markranstädter Land erneut Gastgeber für eine thematische Wanderung für Orgel- und Naturfreunde. Kantor Frank Lehmann hatte dazu vier der fünf Kirchstandorte der Gemeinde ausgesucht:
Lausen, Kulkwitz, Markranstädt und Miltitz.
Die Teilnehmer der recht schnell ausgebuchten Wanderung trafen sich, dem Regen und den Temperaturen trotzend, fast vollzählig an der Endstelle der Straßenbahnlinie 1 in Lausen.

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Konzert zur Passionszeit am 13. April 2019 in St. Laurentius Markranstädt, Foto: Th. Ufert

Die nach Aschermittwoch beginnende Passionszeit, für viele Christen auch Fastenzeit und Zeit der Besinnung, des Nachdenkens über das eigene Leben, erinnert an die Leidensgeschichte Jesu bis zu seinem Tod am Kreuz und ist eine allgemein stille Zeit in den Kirchen. Die Altarbilder befinden sich in Verhüllung, Flügelaltäre sind geschlossen.
Am Vortag zum Palmsonntag, mit dem die Karwoche beginnt, erklang in der St. Laurentiuskirche das «Stabat Mater» von Giovanni Battista Pergolesi.

Der Kälte und Feuchtigkeit trotzend, hatten sich erwartungsfrohe Konzertbesucher aufgemacht und in die wohlig beheizten Bankreihen platziert. Sie wurden begrüßt von Pfarrer Michael Zemmrich, der ebenso herzlich die Mitwirkenden begrüßte, Katrin Bräunlich (Sopran), Estelle Haussner (Alt) und die Musikerinnen und Musiker des Laurentiusorchesters unter der Leitung von Kantor Frank Lehmann.
Pergolesis Komposition über den Text des wahrscheinlich im 13. Jahrhundert verfassten «Stabat Mater» ist unter den zahlreichen Vertonungen vieler teils bedeutender Komponisten wohl die berühmteste und nach seinem frühen Tod mit nur 26 Jahren jenes Werk, das ihn "unsterblich" machte. Es ist ein Werk, das trotz einer gewissen Leichtigkeit dennoch andächtig und berührend auf den Zuhörer trifft.
Das in kleiner Besetzung spielende Laurentiusorchester hatte diese Stimmung hervorragend auf die Streicherbögen bzw. auf die Tasten gezaubert. Besonders die Duette von Katrin Bräunlich und Estelle Haussner verzückten so manche Ohren. An drei ausgesuchten Stellen las Pfarrer Michael Zemmrich korrespondierende Passagen aus dem Johannes-Evangelium.
Nach einem Moment der Stille ging dieses Konzert mit dem Applaus der Zuhörer zu Ende.

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Für die Förderung bzw. Unterstützung des Markranstädter Musiksommers danken wir:

der Stadt Markranstädt, dem Kulturraum Leipziger Raum, dem Möbelhaus Markranstädt,
dem Förderverein zur Erhaltung der St. Laurentiuskirche e. V. und natürlich Ihnen als unsere Konzertbesucher.