St. Laurentiuskirche Markranstädt

Herzlich
willkommen

 

auf den Seiten des
Markranstädter Musiksommers!

 

Der Sommer ist noch nicht am Ende, auch wenn er gelegentlich zu pausieren scheint.
Zum Sommerkonzert am Sonnabend, 26. August 2017, um 16:00 Uhr begrüßen wir Sie nun gern wieder in der St. Laurentiuskirche. Das Ensemble «Barockwerk Ost» mit Patrick Grahl (Tenor, 1. Bach-Preisträger 2016), Felix Görg (Bass-Streichinstrumente) und Arve Stavran an den Tasteninstrumenten wird Sie mit einer sommerlich leichten Auswahl an besonders interessanten und schönen musikalischen Kurzgeschichten aus dem Mitteldeutschland des 17. und 18. Jahrhunderts erfreuen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Ihr
Pfarrer Michael Zemmrich und
Kantor Frank Lehmann.

 

 

Rückblick

 

Frühlingskonzert des Musiksommers 2017 in St. Laurentius Markranstädt mit dem Duo Fehse & Wilfert, Foto: Th. Ufert

Dieser 10. Juni hielt so einige Veranstaltungen in Leipzig und Umgebung bereit und auch das Wetter meinte es gut. Dennoch hatten sich offenbare Kenner der Kombination Orgel und Trompete recht zahlreich in der St. Laurentiuskirche eingefunden, um den beiden Musikern Toni Fehse (Trompete) und Jonas Wilfert (Orgel) zu lauschen.
„Die Glanzvolle & die Königin“ war dieses Frühlingskonzert untertitelt und nach der Begrüßung durch Pfarrer Michael Zemmrich ging es auch gleich mit einem königlich anmutenden Werk an den Start. Die kurze Fanfare hatte der französische Komponist Paul Dukas seiner Tanzdichtung «La Péri» vorangestellt. In dieser mytischen Geschichte begibt sich ein König, der seine Jugend dahinschwinden sieht, auf die Suche nach der Blume der ewigen Jugend. Es sei verraten, dass es – wie im wahren Leben – kein Happy End gibt.
In Frankreich bleibend reiste das Duo zurück in die Barockzeit mit der Sonate in F-Dur von Jean-Baptiste Buterne (1650-1727), der u. a. Organist an Saint-Étienne-du-Mont in Paris war. Nach einem zauberhaften Wiegenlied von Vassily Brandt (1869-1923), der als Gründer der russischen Trompetenschule gilt, und einem Bourrée des englischen Organisten und Komponisten Arthur William Marchant (1850-1921) weckte das darauffolgende Stück besonders großes Interesse – der feierliche «Zug zum Münster» aus Wagners „Lohengrin“.
Danach erklang der erste Bach mit Toccata und Fuge d-Moll BWV 565, um der Orgel auch einen Solopart einzuräumen. Eingebettet in zwei klassische Barockwerke, einer Suite von Händel und dem «Air» aus der 3. Orchestersuite von Bach, erklang eine Bearbeitung der Sonate Es-Dur op. 18 des dänischen Trompeters und Komponisten Thorvald Hansen (1847-1915), der in jungen Jahren erst über andere Musikinstrumente zur Trompete fand. Den Abschluss bildete das «Postludio festivo» aus Sigfrid Karg-Elerts op. 142,1 – ebenfalls bearbeitet für Orgel und Trompete.
Nach dem Applaus gab es noch die gemeinsam mundgeblasene Eurovisionsfanfare, eigentlich das Hauptthema aus dem Präludium des «Te Deum» von Marc-Antoine Charpentier, als Abschiedsgruß.
Allen, die mehr von diesen Bearbeitungen hören möchten, sei die Ende September unter dem Titel „Romantische Transkriptionen“ erscheinende CD des Duos ans Herz gelegt.

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Eröffnungskonzert des Musiksommers 2017 in St. Laurentius Markranstädt, Foto: Th. Ufert

Am 13. Mai startete mit dem Eröffnungskonzert der 17. Markranstädter Musiksommer.
Zu Beginn erklangen zwei kurze Werke aus Franz Schuberts Schauspielmusik zu „Rosamunde“. Sie stimmten auf ein luftig leichtes, beihnahe sommerliches Konzert ein und besonders die Ballettmusik Nr. 2 dürfte als Klassiker vielen zum Ohrwurm geworden sein.

Danach betrat Solist Aitzol Iturriagagoitia den Altarraum. Es folgte nun das erste Mendelssohn-Bartholdy-Werk dieser Musiksommer-Eröffnung, das Konzert e-Moll für Violine und Orchester Opus 64. Dieses Stück klassisches Repertoire verkörpert in besonderer Weise Mendelssohns romantischen Kompositionsstil und die nahtlos ineinander übergehenden Sätze machen es zu einem runden Hörgenuss. Und mit dem von der erstklassigen Darbietung des Solisten beflügelten Orchester des Sinfonischen Musikvereins Leipzig stellte sich dieser zweifelsohne ein.
Mit lang anhaltendem Applaus rangen die Konzertbesucher dem Solisten schließlich eine Zugabe ab. Der hatte sich dafür das Presto aus Bachs g-Moll-Sonate ausgesucht.

Nach der Pause stand nun das zweite Stück Mendelssohn Bartholdys auf dem Programm. Die Noten der Sinfonie Nr. 4 A-Dur Opus 90 lagen bereit. Die mit „Italienische“ untertitelte Sinfonie vermittelt denn auch die einem Italiener gern zugeschriebene Leichtigkeit und Lebensfreude. Dies bewog sogar einen Konzern dazu, seinen Mineralwasser-Werbespot mit den Anfangstakten jener Sinfonie zu untermalen.
Über eine Absatzsteigerung des Mineralwassers ist wohl wenig bekannt, über die Beliebtheit der Sinfonie aber schon. Auch wenn Mendelssohn, wie zu lesen war, selbst lange nicht zufrieden war mit seinem Werk und viele Änderungen vornahm, so erfreut sich die 4. heute einer regelmäßigen Aufführung.
Die Musikerinnen und Musiker um Dirigent Frank Lehmann bewiesen mit ihrem Spiel erneut den künstlerischen Anspruch, dem sie sich über das einfache gemeinsame Musizieren in einem Laienorchester hinaus verschrieben haben. Honoriert wurde dies einmal mehr mit großem Applaus der Konzertbesucher und so traute sich auch die Sonne nach einer rundum gelungenen Musiksommer-Eröffnung noch einmal hinter den dunklen Wolken hervor.

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Johannes-Passion in St. Laurentius Markranstädt 2017, Foto: Th. Ufert

Nach 2008 erklang sie wieder in der St. Laurentiuskirche im Konzert zur Passionszeit – Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion BWV 245. Seinerzeit gastierte die Capella Fidicinia in unserer Kirche, dieses Mal erklang Bachs Werk unter eigener Beteiligung.

Die Kantorei Markranstädt hatte sich, verstärkt durch weitere Sängerinnen und Sänger, den Herausforderungen dieses großen Werkes gestellt. Gemeinsam mit den Solistinnen Heike Richter (Sopran), Claudia Maria Laule (Alt), den Solisten Kim Schrader (Tenor), Dirk Schmidt (Bass), Gun Wook Lee (Bass), der für den kurzfristig erkrankten Stephan Heinemann eingesprungen war, und dem Laurentiusorchester gestalteten sie ein bewegendes Musikerlebnis.

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Für die Förderung bzw. Unterstützung des Markranstädter Musiksommers danken wir:

der Stadt Markranstädt, dem Kulturraum Leipziger Raum, dem Möbelhaus Markranstädt,
dem Förderverein zur Erhaltung der St. Laurentiuskirche e. V. und natürlich Ihnen als unsere Konzertbesucher.